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Stadtwerke Germersheim GmbH - Wasser im Härtebereich "hart"

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Allgemeine Beschreibung

Zur Geschichte der Trinkwasserversorgung in Germersheim...

Nach Erteilung der Betriebsgenehmigung durch das königl.-bayerische Bezirksamt Germersheim am 19. September 1893 nahm das Wasserwerk der Stadt und Festung Germersheim seinen Betrieb auf. Von 6 Saugbrunnen auf dem Kleinen Wörth mit insgesamt etwa 60 m³ stündlicher Förderleistung wurde das Wasser ohne Aufbereitung von 2 Kolbenpumpen mit je 8 PS Dampfmaschinenantrieb direkt in das Leitungsnetz eingespeist. Der Leitungsdruck lag zwischen 2,5 und 6 Atm; Windkessel sorgten für den Druckausgleich.

Vom Wasserwerk auf dem Betriebsgelände im Bornpfuhl führten die Rohrleitungen in die Stadt, zum Bahnhof (Versorgung der Dampflokomotiven) und zu den militärischen Anlagen. Monatlich kontrollierte ein Rohrwart alle Schieber, Straßenventile und Hydranten. Eine eigene Telefonleitung zwischen Wasserwerk und Rathaus in der Marktstraße diente bei Störfällen oder erhöhtem Wasserbedarf bei Brandfällen zur schnellen Weitergabe von Informationen zwischen Wasserwerksmaschinist und Bürgermeisteramt.

Schon damals war bekannt, dass falsche Hast bei Bränden mehr schaden als nützen kann. Die Betriebsvorschrift vom November 1893 schreibt hier u.a. vor: »Übereilungen sind verwerflich und muss die Bedienung der Hydranten und der Schieber mit voller Überlegung und in aller Ruhe vor sich gehen«.

Damals wie heute war die Trinkwasserqualität eine wichtige Angelegenheit. Im Kontrollbericht vom 11. Dezember 1894 prüfte die königliche Wasseruntersuchungsanstalt für Nahrungs- und Genussmittel zu München die Konzentration von 8 Substanzen und bescheinigte: »Das Wasser war farblos und klar. Das Wasser ist nach diesem Befund sehr rein«.

Diese Qualitätsaussage gilt auch heute noch uneingeschränkt. Aus 4 Tiefbrunnen (max. 100 m Tiefe) werden stündlich 640 m³ Rohwasser gefördert, im Wasserwerk Berliner Straße über Sandfilter aufbereitet und ohne Zusatz von Chemikalien oder Chlor über den Wasserturm in das 73 km lange Rohrnetz abgegeben.

Die Jahresabgabe liegt bei 1,7 Mio. m³, die höchste Tagesabgabe bei 9 000 m³. Qualitätsprobleme, wie Nitratbelastung, chlorierte Kohlenwasserstoffe oder andere Verunreinigungen sind für das Germersheimer Trinkwasser heute noch kein Thema; man kann es ohne Bedenken als Lebensmittel, im wahrsten Sinne des Wortes, genießen. Damit dies auch in der Zukunft so bleibt, sind die Wasserschutzgebiete uneingeschränkt zu sichern, muss die Nitratbelastung durch die landwirtschaftliche Düngung reduziert werden und dürfen keine Stoffe in das Erdreich gelangen, welche die Grundwasserqualität beeinträchtigen.